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Interview

Pflanzenhaut und Promotion

Wie kann man als Gestalter promovieren? Wie bekommt man Förderungen von der Hochschule? Was bedeutet es ein neues Material auf den Markt zu bringen? All diese Fragen beantwortet Jessica Bulling in diesem Interview.
Jessica Bulling mit zwei ihrer Mäppchen, die mit "fruitskin" hergestellt worden sind.
Ein schwarzes Schuhpaar, das mit "fruitskin" hergestellt wurde.

Jessica Bulling ist Strategische Gestalterin, Fotografin und Produktgestalterin. Die gebürtige Ulmerin studierte an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Schwäbisch Gmünd Produktdesign und schloss im Juli 2015 ihr Bachelorstudium erfolgreich ab. Den darauffolgenden Masterstudiengang „Strategische Gestaltung“, belegte sie ebenfalls an der HfG Schwäbisch Gmünd und absolvierte ihn im Juli 2017 als Master of Arts. Seit 2017 arbeitet sie als akademische Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Forschung (IAF) Schwäbisch Gmünd und schreibt ihre Dissertation zum Thema Ledersubstitution. Darüber hinaus arbeitet sie als selbstständige Strategische Gestalterin.

Interview mit Jessica Bulling
Amalia

Wie geht es dir gerade?

Jessica

(lacht) Gut, danke! Alles paletti.

Amalia

Wir befinden uns immer noch inmitten der Corona Zeit. Inwieweit hat sich dein Arbeitsalltag dadurch verändert?

Jessica

Ehrlich gesagt, hat sich mein Alltag gar nicht so viel verändert. Normalerweise habe ich meinen Arbeitsplatz an der HfG. Da ich 50% angestellt bin wechsle ich immer den Arbeitsplatz: Vormittags arbeite ich an der HfG, nachmittags in meinem Arbeitszimmer zuhause. Jetzt gibt es zwei Veränderungen: Zum einen arbeite ich seit Corona vollzeit daheim – früher hatte ich einen Wechsel und kurz Bewegung während der Mittagspause – und zum anderen sieht man natürlich die Leute nicht mehr.

Amalia

Zwar arbeitest du gerade von zu Hause, aber was würdest du in einen leeren Arbeitsraum der HfG mitnehmen, damit du gut arbeiten kannst?

Jessica

Von der HfG würde ich mir sofort einen Eiermann holen. Die Stühle hingegen finde ich recht unbequem, da würde ich meinen Bürostuhl bevorzugen. Wahrscheinlich würde ich mir noch einen großen iMac mitnehmen. Und wenn ich mir wirklich alles aussuchen könnte, dann würde ich vermutlich noch die Werkstatt mitnehmen.

Von der HfG würde ich mir sofort einen Eiermann holen.

Amalia

Eine sehr gute Wahl. Man kennt dich als Allrounderin, von Fashion- über Grafikdesign, Fotografie bis Produktdesign. Gibt es einen Bereich in dem du dich am meisten zuhause fühlst oder hast du überall deine eigene Leidenschaft entwickelt?

Jessica

Ich habe Produktdesign studiert, deswegen fühle ich mich dort natürlich am sichersten, beziehungsweise am meisten ausgebildet. Das heißt aber nicht, dass ich mich in den anderen Bereichen weniger wohlfühle. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich mit den Händen arbeiten darf. Also fotografieren, entwerfen und vor allem beim Modellbau. Ich bin eine leidenschaftliche Produktdesignerin – das merke ich schon.

Amalia

Gibt es ein Gebiet deiner Arbeit, das dich besonders fasziniert?

Jessica

Ich glaube, das ist die Mischung, es geht alles nicht ohne einander. Am liebsten ist es mir, wenn ich ein Produkt entwerfe, dazu die grafischen Elemente gestalte, das Ganze noch fotografiere und ein Video drumherum schneide. Dadurch ist das Ganze aus einem Guss und so setze ich meine Handschrift darunter. Das ist das Allerschönste, wenn ich ein Projekt so durchziehen darf.

Amalia

Eine Arbeit, die du genauso durchziehen konntest, war deine Masterarbeit über Pflanzenhaut. Forschst du in deiner Promotion nach weiteren Materialien abseits von dieser Pflanzenhaut?

Jessica

In meiner Promotion schaue ich nicht nur die Pflanzenhaut an, die ich entwickelt und konzipiert habe. Da es um die Akzeptanz von Lederalternativen im Allgemeinen geht, untersuche ich eine Auswahl an verschiedenen Lederalternativen. Dazu gehören zum Beispiel Substitute aus Pilz, Ananasfasern oder Kork.

Da es um die Akzeptanz von Lederalternativen im Allgemeinen geht, untersuche ich eine Auswahl an verschiedenen Lederalternativen.

Amalia

Hierzu noch eine kurze Nachfrage: Wann akzeptieren Nutzer eine Materialalternative?

Jessica

Gute Frage. Diese Frage möchte ich mit meiner Doktorarbeit beantworten. Der Erfahrung nach, müssen Materialalternativen sehr stark optisch und an zweiter Stelle funktional überzeugen. Wenn etwas optisch gefällt und dann auch noch die Funktion stimmt, wird es höchstwahrscheinlich als Ersatzprodukt akzeptiert. Für Lederalternativen gilt: Wenn groß “vegan” drauf steht, spricht das nur eine bestimmte Zielgruppe an – die Veganer. Viele der überzeugten Omnivoren - das sind die Fleischesser- sagen: “Das ist vegan, das ist immer nur alles nachgemacht. Das kaufe ich nicht.”

Amalia

Wo kann man deine Forschung verfolgen, die du bisher durchgeführt hast und auch noch zukünftig machen wirst?

Jessica

Bis jetzt wurde noch nichts veröffentlicht. Gerade schreibe ich an der Publikation, von der der erste Teil bald veröffentlicht wird – voraussichtlich im Herbst. Die Publikation handelt hauptsächlich von Akzeptanzforschung im Design. Voraussichtlich lade ich sie bei LinkedIn und auf meiner Website jessicabulling.com hoch. Bislang habe ich nichts veröffentlicht, da ich manche Informationen bezüglich der Entwicklung auf Grund des Patentrechts nicht veröffentlichen darf.

Amalia

Kannst du uns näher erläutern, wie man an der HfG promovieren kann?

Jessica

Zuerst braucht man einen Master, um promovieren zu können. Im nächsten Schritt sucht man sich einen Doktorvater oder eine Doktormutter, die zum Thema passt und checkt die individuellen Aufnahmekriterien der Uni oder Hochschule mit Promotionsrecht. Bei “design promoviert” etwa gibt es eine Liste mit Doktorvätern und -müttern aus dem Designbereich.

Oder man spricht mit dem Professor oder Professorin an der HfG. So habe ich es gemacht. Durch Matthias Held habe ich den Kontakt an die TU Dresden und meinen Doktorvater bekommen. Man braucht eine Uni oder eine Hochschule mit Promotionsrecht. Die HfG in Schwäbisch Gmünd hat kein Promotionsrecht, ich konnte also nicht an der HfG promovieren – die HfG ist nur Partner. Meines Wissens nach gibt es nur zwei bis drei Designhochschulen in Deutschland, an denen man promovieren kann. In meinem Fall war es so, dass ich mich an einer technischen Uni beworben habe, ich aber aus dem Design komme. Deswegen muss ich dort zusätzlich ein paar Fächer belegen. Ich bin 50% an der HfG im Forschungsreferat angestellt und kann 50% meine Doktorarbeit schreiben. Es gibt noch weitere Möglichkeiten: Man kann beispielsweise in einer Agentur arbeiten und in seiner Freizeit seine Doktorarbeit schreiben. Oder man entscheidet sich für den Weg eines Stipendiums. Hierfür gibt es wiederum verschiedene Möglichkeiten und Plattformen, um Stipendien zu beantragen. Auch in Kombination mit einer Forschungsarbeit bzw einem Forschungsantrag kann man promovieren. Eine weitere Option ist, eine Firma zu finden, die DoktorandInnen unterstützt und eine Promotionsstelle ausschreibt, das ist allerdings im Designbereich sehr schwer. Es gibt also jede Menge Optionen.

Meines Wissens nach gibt es nur zwei bis drei Designhochschulen in Deutschland, an denen man promovieren kann.

Amalia

Kannst du uns erzählen, wer an der HfG gerade forscht oder promoviert?

Jessica

Wir haben an der Hochschule zwei laufende Projekte. Zum einen ist das die Doktorarbeit von Tabea Schmid und zum anderen ist es meine Doktorarbeit. Zusätzlich publizieren einige ProfessorInnen regelmäßig, wie beispielsweise Matthias Held, David Oswald oder Dagmar Rinker – alle zu ihren speziellen Themen. Laufende Forschungsprojekte, die vom Land gefördert werden, gibt es im Moment nicht. Aber es gibt ein Transferprojekt von Gerhard Reichert namens “goScouting”.

Wir haben an der Hochschule zwei laufende Projekte. Zum einen ist das die Doktorarbeit von Tabea Schmid und zum anderen ist es meine Doktorarbeit.

Amalia

Gab es bisher schon ein Forschungsprojekt an der HfG?

Jessica

Na klar. Normalerweise läuft mindestens ein Forschungsprojekt, das man übrigens auf der HfG Website unter “Forschung” verfolgen kann. Auf der Website sieht man auch das Archiv mit den vielen Projekten, die es in der Vergangenheit gab. Derzeit gibt es – außer den Doktorarbeiten – leider keine laufenden Forschungsarbeiten.

Amalia

Du hast erwähnt, dass du eine halbe Stelle und einen Lehrauftrag hast. Außerdem hast du an der Hochschule Aalen und am HIT in Israel Vorlesungen halten dürfen. Möchtest du später in der Lehre arbeiten?

Jessica

Auf jeden Fall! Die Lehre macht mir unglaublichen Spaß. Mein Ziel ist es, als Professorin zu arbeiten. Das ist mein Wunsch, wenn ich mit der Doktorarbeit fertig bin.

Amalia

Kannst du dir vorstellen, an der HfG zu bleiben oder zieht es dich woanders hin?

Jessica

Obwohl ich durch und durch HfGlerin bin und hier Bachelor, Master und jetzt auch noch meine Doktorarbeit schreibe, zieht es mich nicht woanders hin. “Das Leben fernab der HfG” lerne ich durch meine freiberufliche Tätigkeit und die Tätigkeit als Dozentin an anderen Hochschulen kennen. Darum habe ich nicht das Bedürfnis woanders hinzugehen. Ich finde das Konzept der HfG wahnsinnig gut und kann mir gut vorstellen, dort zu bleiben. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Amalia

Gibt es etwas, dass dich schon immer fasziniert hat, was du zukünftig gerne machen würdest?

Jessica

Nein, das Einzige, was bei mir ansteht, ist die Materialentwicklung zusammen mit dem Institut. Wenn das alles klappt und der Investor ja sagt, dann möchte ich dieses Material weiterentwickeln. Das ist das, worauf ich mich freue.

Amalia

Du hast dein Material erwähnt. In welcher Stufe der Entwicklung steht ihr bei diesem Projekt? Wann meinst du, kommt das Material auf den Markt?

Jessica

Die letzten zwei Jahre war ich damit beschäftigt, einen Geldgeber und ein Institut zu finden, das das Ganze entwickeln kann. Meistens können die Institute nur Textilien oder Leder herstellen, aber keine Alternative aus dem Boden stampfen. Jetzt habe ich tatsächlich zwei Institute gefunden und bin dabei, die Angebote zu vergleichen. Ich stehe auch im Kontakt mit dem möglichen Geldgeber. Wenn alles gut läuft, fangen wir nächstes Jahr mit der tatsächlichen Entwicklung an. Wahrscheinlich dauert das nochmal drei bis vier Jahre, bis es marktreif ist und serienreif produziert werden kann. Ob das alles nach Plan läuft, steht bisher noch ein bisschen in den Sternen. Parallel dazu arbeite ich hier noch weiter an den Entwicklungen, was wiederum nur zu einem gewissen Grad möglich ist, da ich Produktdesignerin und keine Materialentwicklerin bin.

Wahrscheinlich dauert das nochmal drei bis vier Jahre, bis es marktreif ist und serienreif produziert werden kann. Ob das alles nach Plan läuft, steht bisher noch ein bisschen in den Sternen.

Amalia

Hast du dem Produkt schon einen Namen gegeben?

Jessica

Ich nenne es immer ”fruitskin”, aber ich weiß noch nicht, ob es dabei bleibt – mal schauen.

Amalia

Gibt es noch weitere Projekte, an denen du zur Zeit arbeitest?

Jessica

Die Doktorarbeit nimmt natürlich ziemlich viel Zeit ein, das ist mein Hauptprojekt. Daneben gibt es die Materialentwicklung und die freiberuflichen Arbeiten, dafür mache ich gerade ein Video für einen Küchenhersteller.

Amalia

Wie bist du zu deiner freiberuflichen Arbeit gekommen?

Jessica

Ich habe angefangen, während des Masters für ein Online-Fashionunternehmen Fotos und Videos zu machen. Zusätzlich habe ich auch noch die Website und die Betreuung von Instagram übernommen. Es hat sich in gewisser Weise alles aufeinander aufgebaut und immer weiter entwickelt. Meine Website und Instagram halte ich immer up-to-date. Dadurch werden Unternehmen auf mich aufmerksam und sagen etwa: “Die macht Videos. Die könnte ja auch mal für unsere Firma ein Video machen. Sie könnte für die und die Kampagne Fotos machen oder wir brauchen hier ein Plakat oder einen neuen Messestand.” Vieles davon ist auch Mundpropaganda.

Amalia

Wir haben viel über deine Projekte erfahren dürfen.. Gibt es außerhalb deiner eigenen Arbeit Projekte, die du faszinierend findest und anderen empfehlen willst?

Jessica

Mich faszinieren vor allem Materialentwicklungen. Spannend finde ich Projekte, wenn jemand aus Nichts etwas Neues macht. Phoebe Quare aus Island hat etwa Muscheln, die an den Strand gespült werden pulverisiert und eine Art Kalkstein daraus hergestellt. Daraus macht sie Leuchten für die Fischer auf den Booten.. Aus dem Meer zurück aufs Meer sozusagen. Es ist toll zu sehen, wie Designer aus dem Nichts etwas machen und aus Abfall und Überbleibseln neue Produkte schaffen. Wo jemand anderes später sagt: “Oh, wow! Wahnsinn, da wäre ich nicht drauf gekommen!”

Amalia

Hast du bisher irgendein Erfolgserlebnis gehabt in deinem Berufsleben?

Jessica

Akademisch natürlich die Aufnahme als Doktorandin, das war ein großer Meilenstein. Ich glaube, jedes Projekt, das ich abgebe und das akzeptiert oder gelobt wird, ist ein Erfolgserlebnis. Denn obwohl man selbst seine Arbeit gut findet und man täglich 100% gibt, hat man trotzdem immer ein mulmiges Gefühl vor der Abgabe eines Projektes oder Angebots. Man weiß nie, was man für einen Kunden gegenüber hat und ob man ihn überzeugen kann. Nickt er oder sie ab, hat man gewonnen (lacht).

Was ich auch als Erfolg in meinem beruflichen Werdegang sehe, ist, dass ich eine sehr ehrgeizige Person geworden bin. Ich habe einen Beruf gefunden, der mir wahnsinnig viel Spaß macht. Speziell für meine Materialentwicklung, brauche ich einen langen Atem, weil man auf den ersten Anhieb nicht die Institute, nicht die Leute, nicht den Geldgeber findet. Bis man die Schritte alle durch hat, dauert es lange. Und ich bin immer noch nicht am Ziel, da ich bisher nichts fertig entwickelt habe, aber ich würde sagen, das ist für mich auch ein Erfolgserlebnis. Den Ehrgeiz, den ich entwickelt habe.

Ich habe einen Beruf gefunden, der mir wahnsinnig viel Spaß macht.

Amalia

Wie geht man als StudentIn am besten an das Thema Fördermittel und Stipendien heran?

Jessica

Ich rate dazu, ein Gespräch im Forschungsreferat zu vereinbaren, wir sitzen im Haus Nagel über der Bibliothek. Dort ist die Forschung und wenn man interessiert ist, egal ob es sich um ein Stipendium oder Forschungsprojekt handelt, kann man sich dort melden. Auch Dinge, wie Start-up Gründungen werden dort beraten. Natürlich kann man auch online nach Stipendien suchen. Erreichen kann man das Forschungsreferat wie folgt: Auf der Website unter “Forschung” stehen unten die Kontakte.

Ich rate dazu, ein Gespräch im Forschungsreferat zu vereinbaren, wir sitzen im Haus Nagel über der Bibliothek. Dort ist die Forschung und wenn man interessiert ist, egal ob es sich um ein Stipendium oder Forschungsprojekt handelt, kann man sich dort melden.

Amalia

Gibt es eine witzige Anekdote aus deinem Studiums- oder Berufsalltag, die du mit uns teilen würdest?

Jessica

Das war in der Masterarbeit. Ich habe überhaupt nicht nach links und rechts geschaut, weil ich die Materialentwicklung gemacht habe. In der Masterarbeit habe ich rund 40 Ananas, 50 Melonen und unzählige Orangen von Hand mühsam geschält und entfleischt. Erst neulich habe ich mir gedacht: “Es gibt doch bestimmt einen Ananasschäler.” Und tatsächlich gibt es einen, den habe ich mir für 10 Euro gekauft. Damit geht es super einfach, vorher habe ich pro Frucht mindestens 10 Minuten gebraucht, jetzt brauche ich 2 Minuten. Das war im Nachhinein schon ziemlich witzig – wenn ich daran denke, wieviel Zeit ich fürs Schälen und Entfleischen gebraucht habe.

Amalia

Wie bist du eigentlich zur Produktgestaltung gekommen?

Jessica

Schule hat mir nie Spaß gemacht. Das Einzige, was mir Spaß gemacht hat, war Sport und Kunst. Nach dem Abi habe ich mir gedacht, um Himmels Willen, was will ich werden!? Nach dem Abi hatte ich ein halbes Jahr Zeit für die Findungsphase, wie es meine Eltern so schön nannten. Die Voraussetzung meiner Eltern war, dass ich am Ende der Findungsphase wissen musste, welchen beruflichen Weg ich einschlagen wollte. Brotloses, wie meine Liebe zur Schauspielerei, sollte ich eher ausklammern. Ich habe mir einen Studienführer zugelegt – einen riesen Wälzer – und habe mir überlegt: “Okay, was will ich eigentlich?”. Kreativ arbeiten, Dinge besser machen, nicht den ganzen Tag am Rechner sitzen. Am Besten mit den Händen arbeiten. Dann bin ich auf Produktdesign gestoßen. Mein Papa war sofort Feuer und Flamme und empfahl mir die HfG in Schwäbisch Gmünd. Eine Woche später saß ich ohne Mappe zur Mappenberatung in Schwäbisch Gmünd. Es hat Klick gemacht. Es war genau das, was ich wollte. Dann bin ich zu einem Produktdesigner gegangen, habe mich näher informiert und meine Mappe fertiggestellt. Mein Vater hat mir erst Jahre später erzählt, dass Produktdesign an der HfG in Gmünd immer sein Traum war. Er hatte sich aber nicht getraut und wurde dann Ingenieur. Und so bin ich an der HfG gelandet.

Kreativ arbeiten, Dinge besser machen, nicht den ganzen Tag am Rechner sitzen. Am Besten mit den Händen arbeiten.

Amalia

Gibt es irgendetwas, was du deinem früheren Ich raten würdest?

Jessica

Im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich habe früher vieles gesagt, was ich gedacht habe, was tendenziell keine schlechte Eigenschaft ist. Aber ich würde meinem früheren Ich raten, ein bisschen abzuwarten und nochmal darüber nachzudenken. Man muss nicht immer gleich etwas sagen. Man muss auch nicht immer gleich zurückschreiben – E-Mails betreffend. Man sollte einfach etwas bedachter vorgehen. Erstmal nachdenken, dann sprechen.

Amalia

Das ist ein sehr guter Tipp. Ich glaube für jeden. Herzlichen Dank dafür, dass du dir Zeit genommen hast!

Jessica

Gerne.

Ich bin Amalia Gutmann

Amalia Gutmann

Name: Amalia Gutmann

Alter: 20

Wohnort: Schwäbisch Gmünd

Beruf: Studentin

Hauptcharakterzug: Erfinderisch

Lieblingsschrift: Univers

Lieblingsfarbe: Dunkelblau

Ich bin Jessica Bulling

Jessica Bulling

Name: Jessica Bulling

Alter: 29

Wohnort: Schwäbisch Gmünd

Beruf: Produktdesign BA, Strategische Gestaltung MA

Hauptcharakterzug: Ehrgeizig

Lieblingsschrift: Avenir

Lieblingsfarbe: Gelb